|
London
(dpa) - Den britischen Behörden sind etwa 2000 der Kinderpornografie
im Internet verdächtige Personen gemeldet worden. Die amerikanische
Bundespolizei FBI habe ihnen die Namen übergeben, berichteten
heute britische Zeitungen. Ihre Identität sei über Kreditkarten-Angaben
ermittelt worden. Wegen bisher nicht ausreichender technologischer
Kapazitäten bei der britischen Polizei könne aber nicht gegen
alle Verdächtigen vorgegangen werden. Die Polizei hatte am
Montagabend nach einem landesweiten Schlag gegen die Internet-Pornografie
die Festnahme von 36 Personen bekannt gegeben. Dabei habe
es sich laut BBC aber nur "um die Spitze des Eisbergs" gehandelt.
Nach dem FBI-Hinweis waren 43 Häuser und Wohnungen durchsucht
worden. Bei der Aktion wurden mehr als 30 Computer sowie umfangreiches
Disketten-und Videomaterial beschlagnahmt. Das Alter der Festgenommenen
wurde mit zwischen 24 und 65 Jahren angegeben. Auf den in
den USA registrierten Bezahl-Webseiten seien "horrende Bilder"
sexuellen Missbrauchs von Kindern gezeigt worden, die nicht
älter als fünf Jahre waren, teilte die Polizei mit.
Ex Portail
E110, 22.05.02
|