Polizeipräsident Rolf Müller sagte am Donnerstagmorgen, dass der Tatverdächtige gefasst wurde, sei ein Erfolg der massiven öffentlichen Fahndung. "Er wusste nicht mehr weiter und hat dann die Flucht selbst beendet." Die Teamarbeit von Polizei, Bevölkerung und Medien habe den Gesuchten nie zur Ruhe kommen lassen. In den vergangenen Tagen habe es über 200 Hinweise gegeben, denen mehr als 100 Polizisten rund um die Uhr nachgegangen seien. Der Selbstmordversuch sei aber so nicht vorhersehbar gewesen.
Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) dankte am Donnerstag den eingesetzten Kräften der Polizei sowie der Bevölkerung. "Ich bin unendlich froh, dass der hohe Fahndungsdruck unserer Einsatzkräfte nun dazu geführt hat, Mitjas mutmaßlichen Mörder zu fassen", erklärte Buttolo. Das professionelle Handeln der Polizei in Verbindung mit wertvollen Hinweisen aus der Bevölkerung seien Grundlage dieses Erfolgs gewesen.
Der Wiesbadener Kriminalforscher Egg kritisierte indessen das Vorgehen der Leipziger Polizei und sprach von einer Treibjagd. Dadurch sei ein Mensch, der lediglich verdächtig sei, zum Selbstmord-Versuch getrieben worden. Egg sagte, Deutschland sei keine Bananen-Republik, wo ein Verdacht eine Art Vogelfreiheit bedeute.