Dernière mise à jour : 26/12/2005


Gewalt gegen die Schwächsten
Zahlreiche Fälle von Kindesmisshandlungen in 2005
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Violences contre les plus faibles: De nombreuses maltraitances d'enfants en 2005

 

Berlin (ddp-bln). In Berlin sind auch im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Kinder von ihren Eltern verprügelt oder vernachlässigt worden. Brutale Fälle von geschlagenen und sogar getöteten Kindern machten Schlagzeilen und schreckten die Öffentlichkeit auf. Bereits 2004 hatte die Berliner Polizei mit 398 Kindesmisshandlungen bundesweit die meisten Fälle registriert. Das waren doppelt so viele wie noch zehn Jahre zuvor. Konkrete Fallzahlen für 2005 hat die Polizei noch nicht vorgelegt.

 

Die Übergriffe auf die Schwächsten haben auch die Politik alarmiert. So will Bildungssenator Klaus Böger (SPD) die Untersuchung vor der Einschulung um ein halbes Jahr vorziehen. Künftig soll der Gesundheitscheck ein Jahr vor dem ersten Schultag durchgeführt werden. «Es geht um besseren Schutz und die Durchsetzung von Rechten der Schwächsten», betont Böger.

Die Fraktionen im Abgeordnetenhaus wollen Eltern dazu verpflichten, Kinder bis zum Alter von fünf Jahren mindestens ein Mal vom Arzt untersuchen zu lassen. Allerdings bestehen rechtliche Bedenken. Laut Grundgesetz sind die Pflege und Erziehung der Kinder das natürliche Recht der Eltern.

Forderung nach Pflichtuntersuchung
Die Ermittler hingegen unterstützen schon lange Forderungen nach der Einführung einer gesetzlichen Pflichtuntersuchung. Wenn die Beamten des Dezernats für Delikte an Schutzbefohlenen tätig werden müssen, suchen sie immer das Untersuchungsheft der Kinder. «Meist werden nur die ersten freiwilligen Vorsorgeuntersuchungen von den Eltern wahrgenommen, die so genannten U 1 und U 2», sagt Dezernatsleiter Michael Havemann. Experten monieren, dass die Kinder dann bis zur Einschulung jeder sozialen Kontrolle entzogen werden können.

Dabei sind es oftmals Ärzte, Erzieherinnen oder Lehrer, die Fälle von geschlagenen und gequälten Kindern aufdecken. Anfang Dezember alarmierten Klinikärzte die Polizei, nachdem sie bei einem vier Monate alten Baby aus Marzahn schwere Hirnblutungen festgestellt hatten. Gegen den 22-jährigen Vater wurde Haftbefehl erlassen. Ein 21-jähriger Berliner wurde Anfang September festgenommen, nachdem Erzieherinnen in einer Kita in Lichtenberg bei einem Kind Kopfverletzungen festgestellt hatten.

Zu langes Wegsehen
Vor allem Fälle von Kindesvernachlässigung werden häufig zu spät oder gar nicht erkannt. Zwar konnte die Berliner Polizei Anfang Dezember dank der Aufmerksamkeit einer Anwohnerin drei Geschwister im Alter von 4 bis 15 Jahren aus einer Lichtenberger Wohnung befreien, in der katastrophale hygienische Zustände herrschten. Ermittler bemängeln aber, dass gerade Nachbarn meist zu lange wegschauen.

Im Zusammenhang mit Kindesvernachlässigung geraten auch immer öfter die Behörden in die Kritik. Nach der Entdeckung von zwei völlig verwahrlosten Kindern Mitte November in Spandau sah sich das dortige Jugendamt mit Vorwürfen konfrontiert, es habe Hinweise auf die Vernachlässigung der Kinder missachtet. Auch nach zwei Fällen von Kindesmisshandlung und -verwahrlosung in Marzahn und Reinickendorf Anfang Dezember wird geprüft, ob die zuständigen Jugendämter bei der Betreuung der Familien Fehler gemacht haben.

Die Öffentlichkeit ist durch die jüngsten Fälle mittlerweile stärker sensibilisiert. Einer Umfrage zufolge sprachen sich jüngst 55 Prozent der Hauptstädter für mehr Kontrollmöglichkeiten durch die Behörden aus. Jeweils fast drei Viertel der Befragten hielten es für erforderlich, dass Lehrer und Erzieherinnen in Zukunft mehr Verantwortung zeigen.

24.12.2005 Sab

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Durant l'année 2005, de nombreux enfants ont victimes demaltraitances ou de négligences parentales.Plusieurs cas de traitements brutaux, voire de mises à mort d'enfants ont ému la collectivité publique. En 2004, déjà, la police de Berlin avait enregistré 398 cas de maltraitances pour l'ensemble du pays, deux fois plus que dix ans auparavant.

La violence exercée sur les plus faibles a alarmé les milieux politiques: Le ministre de la formation, Klaus Böger, veut avancer de 6 mois l'examen des enfants lors de leur inscription à l'école et le check-up de chaque enfant doit, à l'avenir, être conduit une année avant le premier jour d'école. " Il en va d'une meilleure protection et de la concrétisation des droits des plus faibles", dit-il.

Rendre obligatoire l'examen régulier des enfants

Ceux qui sont sur le terrain revendiquent en revanche depuis longtemps une loi obligeant les parents à présenter leurs enfants de façon plus assidue que ce qui se fait jusqu'à maintenant, où les parents présentent une à deux fois leurs enfants, à des visites facultatives. Les enfants échappent ensuite à tout contrôle social, jusqu'à leur entrée à l'école. Ce sont alors les maîtres, les médecins qui découvrent, bien tard, de graves maltraitances qu'ils doivent signaler à la police.

Rares sont les cas de citoyenneté, qui interviennent dans des cas de négligence crasse ou de maltraitance d'enfants. Les enquêteurs le déplorent.

On détourne trop longemps les yeux

Dans les cas de négligence parentale, les Autorités sont de plus en plus souvent mises sur la sellette. Malgré des signalements, l'Office de protection de la jeunesse (Jugendamt) ne suit pas suffisamment les familles.

On souhaite une surveillance accrue des familles par les Autorités et on demande aux enseignants et aux éducateurs de se montrer plus responsables.

Trad. de FREDI