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Berlin
(ddp-bln). In Berlin sind auch im vergangenen Jahr wieder
zahlreiche Kinder von ihren Eltern verprügelt oder vernachlässigt
worden. Brutale Fälle von geschlagenen und sogar getöteten
Kindern machten Schlagzeilen und schreckten die Öffentlichkeit
auf. Bereits 2004 hatte die Berliner Polizei mit 398 Kindesmisshandlungen
bundesweit die meisten Fälle registriert. Das waren doppelt
so viele wie noch zehn Jahre zuvor. Konkrete Fallzahlen für
2005 hat die Polizei noch nicht vorgelegt.
Die
Übergriffe auf die Schwächsten haben auch die Politik
alarmiert. So will Bildungssenator Klaus Böger (SPD)
die Untersuchung vor der Einschulung um ein halbes Jahr vorziehen.
Künftig soll der Gesundheitscheck ein Jahr vor dem ersten
Schultag durchgeführt werden. «Es geht um besseren
Schutz und die Durchsetzung von Rechten der Schwächsten»,
betont Böger.
Die
Fraktionen im Abgeordnetenhaus wollen Eltern dazu verpflichten,
Kinder bis zum Alter von fünf Jahren mindestens ein Mal
vom Arzt untersuchen zu lassen. Allerdings bestehen rechtliche
Bedenken. Laut Grundgesetz sind die Pflege und Erziehung der
Kinder das natürliche Recht der Eltern.
Forderung
nach Pflichtuntersuchung
Die Ermittler hingegen unterstützen schon lange Forderungen
nach der Einführung einer gesetzlichen Pflichtuntersuchung.
Wenn die Beamten des Dezernats für Delikte an Schutzbefohlenen
tätig werden müssen, suchen sie immer das Untersuchungsheft
der Kinder. «Meist werden nur die ersten freiwilligen
Vorsorgeuntersuchungen von den Eltern wahrgenommen, die so
genannten U 1 und U 2», sagt Dezernatsleiter Michael
Havemann. Experten monieren, dass die Kinder dann bis zur
Einschulung jeder sozialen Kontrolle entzogen werden können.
Dabei
sind es oftmals Ärzte, Erzieherinnen oder Lehrer, die
Fälle von geschlagenen und gequälten Kindern aufdecken.
Anfang Dezember alarmierten Klinikärzte die Polizei,
nachdem sie bei einem vier Monate alten Baby aus Marzahn schwere
Hirnblutungen festgestellt hatten. Gegen den 22-jährigen
Vater wurde Haftbefehl erlassen. Ein 21-jähriger Berliner
wurde Anfang September festgenommen, nachdem Erzieherinnen
in einer Kita in Lichtenberg bei einem Kind Kopfverletzungen
festgestellt hatten.
Zu
langes Wegsehen
Vor allem Fälle von Kindesvernachlässigung werden
häufig zu spät oder gar nicht erkannt. Zwar konnte
die Berliner Polizei Anfang Dezember dank der Aufmerksamkeit
einer Anwohnerin drei Geschwister im Alter von 4 bis 15 Jahren
aus einer Lichtenberger Wohnung befreien, in der katastrophale
hygienische Zustände herrschten. Ermittler bemängeln
aber, dass gerade Nachbarn meist zu lange wegschauen.
Im
Zusammenhang mit Kindesvernachlässigung geraten auch
immer öfter die Behörden in die Kritik. Nach der
Entdeckung von zwei völlig verwahrlosten Kindern Mitte
November in Spandau sah sich das dortige Jugendamt mit Vorwürfen
konfrontiert, es habe Hinweise auf die Vernachlässigung
der Kinder missachtet. Auch nach zwei Fällen von Kindesmisshandlung
und -verwahrlosung in Marzahn und Reinickendorf Anfang Dezember
wird geprüft, ob die zuständigen Jugendämter
bei der Betreuung der Familien Fehler gemacht haben.
Die
Öffentlichkeit ist durch die jüngsten Fälle
mittlerweile stärker sensibilisiert. Einer Umfrage zufolge
sprachen sich jüngst 55 Prozent der Hauptstädter
für mehr Kontrollmöglichkeiten durch die Behörden
aus. Jeweils fast drei Viertel der Befragten hielten es für
erforderlich, dass Lehrer und Erzieherinnen in Zukunft mehr
Verantwortung zeigen.
24.12.2005
Sab
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Durant
l'année 2005, de nombreux enfants ont victimes demaltraitances
ou de négligences parentales.Plusieurs cas de traitements
brutaux, voire de mises à mort d'enfants ont ému
la collectivité publique. En 2004, déjà,
la police de Berlin avait enregistré 398 cas de maltraitances
pour l'ensemble du pays, deux fois plus que dix ans auparavant.
La
violence exercée sur les plus faibles a alarmé
les milieux politiques: Le ministre de la formation, Klaus
Böger, veut avancer de 6 mois l'examen des enfants lors
de leur inscription à l'école et le check-up
de chaque enfant doit, à l'avenir, être conduit
une année avant le premier jour d'école. "
Il en va d'une meilleure protection et de la concrétisation
des droits des plus faibles", dit-il.
Rendre
obligatoire l'examen régulier des enfants
Ceux
qui sont sur le terrain revendiquent en revanche depuis longtemps
une loi obligeant les parents à présenter leurs
enfants de façon plus assidue que ce qui se fait jusqu'à
maintenant, où les parents présentent une à
deux fois leurs enfants, à des visites facultatives.
Les enfants échappent ensuite à tout contrôle
social, jusqu'à leur entrée à l'école.
Ce sont alors les maîtres, les médecins qui découvrent,
bien tard, de graves maltraitances qu'ils doivent signaler
à la police.
Rares
sont les cas de citoyenneté, qui interviennent dans
des cas de négligence crasse ou de maltraitance d'enfants.
Les enquêteurs le déplorent.
On
détourne trop longemps les yeux
Dans
les cas de négligence parentale, les Autorités
sont de plus en plus souvent mises sur la sellette. Malgré
des signalements, l'Office de protection de la jeunesse (Jugendamt)
ne suit pas suffisamment les familles.
On
souhaite une surveillance accrue des familles par les Autorités
et on demande aux enseignants et aux éducateurs de
se montrer plus responsables.
Trad.
de FREDI
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