Dernière mise à jour : 18.08.2007

 

Kinderporno-Tausch: 5.000 Tatverdächtige - Babys missbraucht/
Echange de pornographie utilisant des enfants: 5.000 prévenus et des bébés comme victimes.



Konstanz (ddp). Dem Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg ist ein Schlag gegen einen weltweit agierenden Kinderporno-Tauschring im Internet gelungen. Insgesamt wurden fast 5.000 Tatverdächtige in über 100 Ländern identifiziert, darunter seit Sommer 2006 auch 700 Deutsche. 

Die Verdächtigen sollen kinderpornografische Bilder angeboten und getauscht haben, die zum Teil den Missbrauch von Säuglingen und Kleinkindern zeigten. Durch die Ermittlungen sei teils über Jahre andauernder Kindesmissbrauch beendet und Produzenten von Kinderpornografie ermittelt worden, sagte LKA-Präsident Klaus Hiller. Ein 32-Jähriger aus Sachsen hat den Angaben zufolge den wiederholten Kindesmissbrauch gestanden und sitzt in Untersuchungshaft. In Australien seien in diesem Zusammenhang 80 Tatverdächtige festgenommen worden, in Spanien mehr als 60.

Unter den Verdächtigen sind laut LKA auch Personen, die beruflich mit Kindern zu tun hatten. Ein 35-Jähriger etwa soll bereits missbrauchte Kinder betreut haben. Ein 32-jähriger Hausmeister hatte den Angaben zufolge in seinem Keller einen «Fesselraum» eingerichtet, wo er die Kinder quälte.

Die Ermittler waren dem Tauschring durch eine Anzeige des in Baden-Württemberg ansässigen Betreibers der betroffenen Internetforen auf die Schliche gekommen.

17.08.07  wel, E110.de