Polizei findet Leichen von seit sechs Jahren vermisster Frau und Baby
La police découvre le cadavre d'une jeune femme et de son bébé, disparus depuis 6 ans
Frankfurt (Oder) (ddp). Der abschüssige Hang in dem dichten Waldgebiet unweit der Oder ist tief umgepflügt. Hier fanden Ermittler der Polizei zu Wochenbeginn die sterblichen Überreste einer seit sechs Jahren vermissten Frau und ihres viermonatigen Babys. Sieben Wochen lang hatten bis zu 150 Einsatzkräfte der Polizei mit Schaufeln, Baggern und unterstützt von Suchhunden ein rund 5000 Quadratmeter großes Forststück östlich des Frankfurter Ortsteils Lossow durchsucht. Dabei machten sie den Fund.
Die 23-jährige Frau und ihr Baby waren seit dem 1. Juli 1997 vermisst. Schon damals war der ehemalige Lebensgefährte in Verdacht geraten und sogar kurzzeitig verhaftet worden. Der 51-Jährige soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) im Bekanntenkreis erzählt haben, dass er keine Alimente für den gemeinsamen Sohn zahlen wollte. Doch die Indizien reichten nicht aus, und er wurde nach wenigen Tagen wieder aus der Haft entlassen.
Laufende Überprüfung neuer Erkenntnisse
«Jedes unaufgeklärte Kapitalverbrechen ist ein Stachel im Fleisch des Rechtsstaates», sagte der Leitende Frankfurter Oberstaatsanwalt Carlo Weber. Deshalb werde in solchen Fälle immer wieder überprüft, ob neue Erkenntnisse oder Ermittlungsmethoden vorlägen. Im jetzigen Fall kam der entscheidende Hinweise nach Angaben von Staatsanwalt Christoph Schüler von einer langjährigen Lebenspartnerin, die sich 2004 von dem Verdächtigen getrennt und sich später der Polizei anvertraut habe. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Beschuldigte ihr kurz nach der Tat davon berichtet hatte. Von ihr soll auch der Tipp stammen, in dem Forst zu suchen.
In dem Waldstück wurde der Boden bis zu zwei Meter tief umgepflügt. «Wir mussten ganz akribisch suchen», sagt ein Ermittler. Zunächst seien Polizisten in Handarbeit mit dem Spaten vorgegangen, dann kamen Maschinen zum Einsatz. Die Suche blieb über Wochen vergebens, auch an anderen Orte im weiteren Umkreis von Frankfurt. Erst der Vergleich von Satellitenbildern von 1997 und heute zeigte nach Angaben der Ermittler einen heute zugewachsenen Weg in den Wald. Leichenspürhunde schlugen dort an.
Zweifelsfreie Identifikation der Leichen
Die Leichen seien noch so gut erhalten gewesen, dass sie gerichtsmedizinisch untersucht werden konnten, sagte der Leiter der Kripo-Ermittlungskommission, Jürgen Sommer. Am Mittwoch sei die Tote zweifelsfrei identifiziert worden. Die Untersuchung der Todesursachen dauerte dagegen noch an. Zum Tatort, der Lage der Leichen am Fundort und weiteren Details wollten sich Polizei und Staatsanwaltschaft aus ermittlungstechnischen Gründen noch nicht äußern.
Bisher schweigt der seit 24. April in Untersuchungshaft sitzende Tatverdächtige zu den Vorwürfen. Auch bei einer erneuten Befragung nach dem Fund der Leichen habe er jede Aussage verweigert, sagte Schüler. «Ich bin sicher, dass wir dem Verdächtigen die Tat nachweisen und ihn seiner Strafe zuführen können», sagte Weber.
16.06.2006 Sab, E110.de
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La police a retrouvé, en début de semaine, les cadavres, plutôt bien conservés d'une jeune femme et de son bébé de 4 mois, disparus voilà 6 ans, lors d'un vaste ratissage de 5000 mètres carrés d'un terrain situé à Lossow, dans la partie Est de Francfort (Oder).
Le compagnon de la jeune femme avait été soupçonné et placé en prison préventive. L'homme, âgé de 51 ans, aurait raconté à des copains qu'il ne voulait pas payer de pension alimentaire pour l'enfant qu'ila avaient eu en commun. Aucune preuve ne put toutefois être retenue contre lui et il fut libéré.
Chaque fois qu'un crime est resté inexpliqué, la police reprend l'enquête sur la base de nouveaux indices ou grâce à de nouvelles méthodes d'analyse. Dans ce cas, c'est une ancienne partenaire du présumé coupable qui l'aurait dénoncé à la police. L'homme se serait confié à elle peu après son crime et c'est probablement elle qui a indiqué l'endroit où il fallait chercher.
Les recherches sont restées vaines, durant des semaines, même dans un cercle élargi autour de Francfort. Seule une comparaison des images satellite de 1997 et d'aujourd'hui a montré l'aménagement d'un chemin, et c'est là que les chiens pisteurs de cadavres ont découvert les corps.
L'identification des corps ne fait aucun doute
L'expertise de médecine légale a permis d'identifier les victimes, mais pas encore la cause de leur mort. Le présumé coupable, arrêté depuis le 24 avril, se tait, mais la police compte bien pouvoir prouver sa culpabilité.
Trad. de FREDI
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