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Wer hat Johanna
Bohnacker ermordet? Fünfeinhalb Jahre nach dem Mord an
der achtjährigen Johanna Bohnacker hat die Polizei am
Dienstag einen neuen Fahndungsanlauf gestartet. 390 Männer
aus Johannas Heimatort Ranstadt und Umgebung sollen Finger-
und Handflächenabdrücke abgeben.
Massentests
Freiwillige Massenuntersuchungen hätten schon häufiger
auf die Spur der Mörder geführt, sagte Thiele. Wer
sich nicht beteilige, werde nicht automatisch als Beschuldigter
angesehen; der Grund für die Verweigerung werde jedoch
erfragt. Nach der Reihenuntersuchung werden die Daten vernichtet.
Für Hinweise auf den Täter hat die Staatsanwaltschaft
Gießen eine Belohnung von 25.000 Euro ausgesetzt.
Die Ermittler riefen am Dienstag 390 Nutzer einer Bauschuttdeponie
in Johannas Heimatort Ranstadt-Bobenhausen auf, in der Zeit
vom 11. bis 19. April freiwillig ihre Finger- und Handflächenabdrücke
abzugeben. Die Männer waren bei einer ersten Reihenuntersuchung
vor zwei Jahren nicht überprüft worden. Die Polizei
hatte damals nicht gewusst, dass ein Rentner über den
Nutzerkreis Buch führte. Johannas Eltern hoffen
nun, dass der Mörder ihrer achtjährigen Tochter
endlich gefasst wird.
Gewisse
Brisanz
Die von der Gemeinde Ranstadt betriebene Deponie
liegt direkt neben dem Sportplatz in Bobenhausen, auf dem
das Mädchen am 2. September 1999 zuletzt gesehen worden
war. "Es gibt eine gewisse Brisanz, weil es in unmittelbarer
Tatortnähe ist", sagte der Gießener Oberstaatsanwalt
Wolfgang Thiele. Von der Deponie zieht sich ein bewaldeter
Hang zu einem Bach; dort war Johannas Fahrrad an einer Brücke
entdeckt worden. Auf dem Hang, der zur Deponie führt,
hatten das blonde Mädchen und ihre Freundin außerdem
ein geheimes Versteck. "Die Abstände sind relativ
gering", betonte Thiele.
Unkenntnis
von dem Buch
Alle Einwohner der fünf Ranstädter Ortsteile
können die Deponie nutzen. Nach Ostern will die Polizei
390 Männer aus Ranstadt sowie Dauernheim und Ober-Mockstadt
anschreiben, die zwischen 1995 und 1999 die Deponie besuchten.
Erst durch einen Zufall sei bekannt geworden, dass der Rentner
die Namen der Nutzer notierte, sagte der Leiter der Soko Johanna,
Karlheinz Leß. "Jahrelang hat uns niemand auf das
Buch aufmerksam gemacht." Die Namensliste war laut Staatsanwaltschaft
bereits im Herbst 2003 entdeckt worden. Warum der Rentner
die Polizei nicht über das Buch informierte, ist unklar;
inzwischen ist er tot.
Täterprofil:
Mörder kommt aus der Umgebung
Lange Zeit blieb Johanna Bohnacker spurlos verschwunden. Sieben
Monate nach Johannas Verschwinden hatte ein Spaziergänger
in einem Waldgebiet bei Alsfeld im Vogelsberg - rund 100 Kilometer
von Ranstadt entfernt - die Leiche des Kindes entdeckt. Die
Ermittler gehen auf Grund eines Täterprofils davon aus,
dass der Mörder aus der Umgebung des Mädchens stammte
und Johanna ihn kannte. Ein erster Massentest, zu dem 448
Männer aus den Ortsteilen Bobenhausen und Bellmuth aufgerufen
waren, hatte die Polizei dem Täter jedoch keinen Schritt
näher gebracht - obwohl sich alle beteiligt hatten.
Paketklebeband:
die einzige Erfolg versprechende Spur
Auch im zweiten Anlauf werden die Finger- und Handflächenabdrücke
der Männer - sie waren zur Tatzeit zwischen 18 und 65
Jahre alt - mit der Spur einer menschlichen Hand verglichen,
die wahrscheinlich vom Mörder stammt. Auf einem Stück
Paketklebeband, mit dem die Leiche gefesselt war, hatten die
Beamten diese Spur gefunden. "Das ist die derzeit einzige
Erfolg versprechende Spur", sagte der Leiter der Kriminalpolizei
Wetterau, Gregor Dietz. Mit einer neuartigen Methode - der
so genannten Livescan-Technologie - werden erstmals Finger
und Handflächen in etwa zehn Minuten digital eingescannt.
Mit einem Ergebnis rechnen die Ermittler innerhalb weniger
Tage.
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Qui
a assassiné Johanna Bohnacker? Cinq ans et demi après
le leurtre de la fillette, alors âgée de 8 ans,
la police relance les recherches: 390 hommes du lieu de domicile
de Johanna et des environs doivent laisser prélever
leurs empreintes digitales et d'ADN. Il s'agit d'hommes qui
n'avaiet pas été sollicités pour une
telle démarche lors de la première analyse,
il y a deux ans (qui n'avait donné aucun résultat)
et qui se seraient rendus à un dépôt de
déchets de construction à Randstadt, dûment
enregistrés par un retraité, actuellement décédé.
Les
fichiers des personnes hors cause seront détruits après
comparaison, celles qui s'y opposeraient verront leurs raisons
analysées.
Une
possible piste
Ce
dépôt se trouve voisin d'une place de jeux où
Johanna a été vue pour la dernière fois,
le 02.09.1999. Une forêt jouxte ce dépôt
et un chemin conduit au ruisseau où le vélo
de Johanna a été découvert, appuyé
au pont. Johanna et l'une de ses copines y avaient une cachette.
On
ignorait l'existence de ce livre de bord
Tous les habitants des cinq quartiers de Randstadt
peuvent utiliser ce dépôt. La police veut interroger
tous les hommes qui s'y sont rendus entre 1995 et 1999 et
qui sont inscrit sur un registre, qu'on découvrit en
2003. Pourquoi le rentier n'en a pas parlé à
la police, on l'ignore.
L'auteur
est du voisinnage
Ce n'est que 7 mois après la disparition de la fillette
qu'un promeneur découvrit son squelette, dans le Vogelsberg,
à quelque 100 km de Randstadt. Les enquêteurs
en déduisent que l'auteur du meurtre connaissait Johanna
et qu'elle le connaissait.
Un
emballage de papier collant, seul indice prometteur de succès
Des
traces ont pu être préservées sur un emballage
de papier collant avec lequel Johanna avait été
baillonée. Elles pourraient appartenir au meurtrier.
Grâce à une nouvelle technologie, appelée
"Livescan-Technologie", qui permet de scanner les
empreintes digitales et des paumes des mains en 10 minutes,
les enquêteurs espèrent obtenir des résultats
en quelques jours.
Trad. de FREDI
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