Dernière mise à jour : 13/11/2005


Relance de l'enquête sur le meurtre de Johanna B., de Ranstadt (DE)/
Neuen Fahndungsanlauf gestartet

 



Wer hat Johanna Bohnacker ermordet? Fünfeinhalb Jahre nach dem Mord an der achtjährigen Johanna Bohnacker hat die Polizei am Dienstag einen neuen Fahndungsanlauf gestartet. 390 Männer aus Johannas Heimatort Ranstadt und Umgebung sollen Finger- und Handflächenabdrücke abgeben.

Massentests
Freiwillige Massenuntersuchungen hätten schon häufiger auf die Spur der Mörder geführt, sagte Thiele. Wer sich nicht beteilige, werde nicht automatisch als Beschuldigter angesehen; der Grund für die Verweigerung werde jedoch erfragt. Nach der Reihenuntersuchung werden die Daten vernichtet. Für Hinweise auf den Täter hat die Staatsanwaltschaft Gießen eine Belohnung von 25.000 Euro ausgesetzt.
Die Ermittler riefen am Dienstag 390 Nutzer einer Bauschuttdeponie in Johannas Heimatort Ranstadt-Bobenhausen auf, in der Zeit vom 11. bis 19. April freiwillig ihre Finger- und Handflächenabdrücke abzugeben. Die Männer waren bei einer ersten Reihenuntersuchung vor zwei Jahren nicht überprüft worden. Die Polizei hatte damals nicht gewusst, dass ein Rentner über den Nutzerkreis Buch führte. Johannas Eltern hoffen
nun, dass der Mörder ihrer achtjährigen Tochter endlich gefasst wird.

Gewisse Brisanz
Die von der Gemeinde Ranstadt betriebene Deponie liegt direkt neben dem Sportplatz in Bobenhausen, auf dem das Mädchen am 2. September 1999 zuletzt gesehen worden war. "Es gibt eine gewisse Brisanz, weil es in unmittelbarer Tatortnähe ist", sagte der Gießener Oberstaatsanwalt Wolfgang Thiele. Von der Deponie zieht sich ein bewaldeter Hang zu einem Bach; dort war Johannas Fahrrad an einer Brücke entdeckt worden. Auf dem Hang, der zur Deponie führt, hatten das blonde Mädchen und ihre Freundin außerdem ein geheimes Versteck. "Die Abstände sind relativ gering", betonte Thiele.

Unkenntnis von dem Buch
Alle Einwohner der fünf Ranstädter Ortsteile können die Deponie nutzen. Nach Ostern will die Polizei 390 Männer aus Ranstadt sowie Dauernheim und Ober-Mockstadt anschreiben, die zwischen 1995 und 1999 die Deponie besuchten. Erst durch einen Zufall sei bekannt geworden, dass der Rentner die Namen der Nutzer notierte, sagte der Leiter der Soko Johanna, Karlheinz Leß. "Jahrelang hat uns niemand auf das Buch aufmerksam gemacht." Die Namensliste war laut Staatsanwaltschaft bereits im Herbst 2003 entdeckt worden. Warum der Rentner die Polizei nicht über das Buch informierte, ist unklar; inzwischen ist er tot.

Täterprofil: Mörder kommt aus der Umgebung
Lange Zeit blieb Johanna Bohnacker spurlos verschwunden. Sieben Monate nach Johannas Verschwinden hatte ein Spaziergänger in einem Waldgebiet bei Alsfeld im Vogelsberg - rund 100 Kilometer von Ranstadt entfernt - die Leiche des Kindes entdeckt. Die Ermittler gehen auf Grund eines Täterprofils davon aus, dass der Mörder aus der Umgebung des Mädchens stammte und Johanna ihn kannte. Ein erster Massentest, zu dem 448 Männer aus den Ortsteilen Bobenhausen und Bellmuth aufgerufen waren, hatte die Polizei dem Täter jedoch keinen Schritt näher gebracht - obwohl sich alle beteiligt hatten.

Paketklebeband: die einzige Erfolg versprechende Spur
Auch im zweiten Anlauf werden die Finger- und Handflächenabdrücke der Männer - sie waren zur Tatzeit zwischen 18 und 65 Jahre alt - mit der Spur einer menschlichen Hand verglichen, die wahrscheinlich vom Mörder stammt. Auf einem Stück Paketklebeband, mit dem die Leiche gefesselt war, hatten die Beamten diese Spur gefunden. "Das ist die derzeit einzige Erfolg versprechende Spur", sagte der Leiter der Kriminalpolizei Wetterau, Gregor Dietz. Mit einer neuartigen Methode - der so genannten Livescan-Technologie - werden erstmals Finger und Handflächen in etwa zehn Minuten digital eingescannt. Mit einem Ergebnis rechnen die Ermittler innerhalb weniger Tage.

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Qui a assassiné Johanna Bohnacker? Cinq ans et demi après le leurtre de la fillette, alors âgée de 8 ans, la police relance les recherches: 390 hommes du lieu de domicile de Johanna et des environs doivent laisser prélever leurs empreintes digitales et d'ADN. Il s'agit d'hommes qui n'avaiet pas été sollicités pour une telle démarche lors de la première analyse, il y a deux ans (qui n'avait donné aucun résultat) et qui se seraient rendus à un dépôt de déchets de construction à Randstadt, dûment enregistrés par un retraité, actuellement décédé.

Les fichiers des personnes hors cause seront détruits après comparaison, celles qui s'y opposeraient verront leurs raisons analysées.

Une possible piste
Ce dépôt se trouve voisin d'une place de jeux où Johanna a été vue pour la dernière fois, le 02.09.1999. Une forêt jouxte ce dépôt et un chemin conduit au ruisseau où le vélo de Johanna a été découvert, appuyé au pont. Johanna et l'une de ses copines y avaient une cachette.

On ignorait l'existence de ce livre de bord
Tous les habitants des cinq quartiers de Randstadt peuvent utiliser ce dépôt. La police veut interroger tous les hommes qui s'y sont rendus entre 1995 et 1999 et qui sont inscrit sur un registre, qu'on découvrit en 2003. Pourquoi le rentier n'en a pas parlé à la police, on l'ignore.

L'auteur est du voisinnage
Ce n'est que 7 mois après la disparition de la fillette qu'un promeneur découvrit son squelette, dans le Vogelsberg, à quelque 100 km de Randstadt. Les enquêteurs en déduisent que l'auteur du meurtre connaissait Johanna et qu'elle le connaissait.

Un emballage de papier collant, seul indice prometteur de succès

Des traces ont pu être préservées sur un emballage de papier collant avec lequel Johanna avait été baillonée. Elles pourraient appartenir au meurtrier. Grâce à une nouvelle technologie, appelée "Livescan-Technologie", qui permet de scanner les empreintes digitales et des paumes des mains en 10 minutes, les enquêteurs espèrent obtenir des résultats en quelques jours.

Trad. de FREDI