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Saarbrücken (ddp-rps). Eine neue Suchaktion nach der Leiche von Pascal im Saarbrücker Stadtteil Burbach ist heute ergebnislos abgebrochen worden. Mehrere Stunden lang durchkämmten Beamte mit zwei Leichenspürhunden ein etwa 15 mal 50 Meter großes Grundstück in der Nähe eines Bahndamms. Das Gelände liegt etwa einen Kilometer Luftlinie von der «Tosa»-Klause entfernt, in der der fünfjährige Pascal am 30. September 2001 mehrfach missbraucht und dabei ums Leben gekommen sein soll. Seitdem ist das Kind spurlos verschwunden.
Anlass für die erneute Suchaktion war ein anonymer Hinweisgeber, der die Polizei auf das Grundstück aufmerksam gemacht hat. Er hatte behauptet, dass die ehemalige «Tosa»-Wirtin und heutige Hauptangeklagte Christa W. mehrfach in der schrebergartenähnlichen Anlage mit Bekannten Partys gefeiert habe. Bei früheren Ermittlungen gab es nach Angaben eines Polizeisprechers keinerlei Hinweise auf das Grundstück. Daher habe man nicht schon früher dort nach der Leiche des Kindes gesucht. Auch wenn die Erfolgsaussichten von Anfang an gering gewesen seien, müsse man jedem Hinweis in diesem Fall nachgehen.
Nach einem ersten Durchgang mit den Spürhunden am Vormittag musste das völlig verwilderte Gelände zunächst von Mitarbeitern des städtischen Bauhofes von Gestrüpp, Hecken und kleineren Bäumen befreit werden. Anschließend durchkämmten Beamte der Bereitschaftspolizei das Gelände, bevor zum Abschluss erneut die Spürhunde zum Einsatz kamen. Die Tiere können nur maximal zwanzig Minuten am Stück eingesetzt werden, bevor sie wieder eine Pause einlegen müssen.
Seit nunmehr über zwei Jahren müssen sich zwölf Männer und Frauen unter anderem wegen Mordes und sexuellen Missbrauchs beziehungsweise der Beihilfe zu diesen Taten verantworten. Zeitgleich zu der Suchaktion fand im Landgericht Saarbrücken der inzwischen 110. Verhandlungstag im Pascal-Prozess statt. Alle Angeklagten sind inzwischen auf freiem Fuß.
23.11.2006 Sab
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