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22/11/2007

 

Verdächtiger im Fall Kristina Hani festgenommen / Un jeune homme arrêté, soupçonné d'être responsable de la mort de Kristina

17-Jähriger soll dem Mädchen Heroin gegeben haben
Berlin (ddp). Im Fall der im April in Berlin in einem Koffer verbrannt aufgefundenen Kristina Hani ist am Dienstag Haftbefehl gegen einen 17-Jährigen erlassen worden. Der Jugendliche sei dringend verdächtig, der 14-jährigen Kristina eine tödliche Dosis Rauschgift überlassen zu haben, teilten Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der Beschuldigte leugne die Vorwürfe. Seit Oktober befindet er sich in einem anderen Verfahren wegen Verdachts des Betäubungsmittelhandels in Untersuchungshaft, wie es weiter hieß. Die Ermittler prüfen noch, ob der aus einer Einwandererfamilie stammende Jugendliche auch für die Verbrennung der Leiche verantwortlich ist. Die Leiche der Schülerin war am Abend des 16. April in dem Neuköllner Park verbrannt worden. Weil der Körper bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, dauerte es mehrere Tage, bis die Ermittler die Identität der Toten klären konnten. Zunächst war von einer etwa 20-Jährigen die Rede gewesen. Zudem waren die Ermittler davon ausgegangen, dass Kristina Hani bei lebendigem Leib verbrannt wurde. Später stellte sich heraus, dass das Mädchen an einer Überdosis Drogen gestorben war. Bekannt war, dass das Mädchen in der einschlägigen Szene verkehrte. Der Verdächtige soll der 14-Jährigen «den Konsum einer hochdosierten Heroinprobe» ermöglicht haben. Vorgeworfen wird ihm zudem, dass er um die Gefährlichkeit der Droge gewusst und so «letztlich Kristinas Tod leichtfertig» verursacht habe. Nachdem die Wirkung des Rauschgifts bei dem Mädchen einsetzte, soll er deshalb keine Maßnahmen zu dessen Rettung unternommen haben. So habe er erreichen wollen, dass seine mutmaßliche Tätigkeit als Dealer nicht entdeckt wird. 

22.11.2007 SR, E110.de  

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Un mandat d'errêt a été prononcé contre un jeune homme de 17 ans, fortement soupçonné d'avoir fourni une dose mortelle d'héroïne, en connaissance de cause de sa dangerosité, facilitant ainsi la mort de la jeune fille. L'enquête doit encore déterminer s'il est également impliqué dans la mise en combustion de la valise dans laquelle fut enfermée la victime, le soir du 16 avril 2007.

Trad. de FREDI